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Studium der Tierpsychologie

Spezialgebiet Pferd

Ausbildungsziel
Ziel des Studiums für Pferdepsychologie ist der Erwerb von Erkenntnissen der allgemeinen und spezielen Ethologie sowie klinischen Verhaltenskunde, die sich neben der Prophylaxe von Verhaltensproblemen durch pferdegerechte Haltungssysteme auch mit der Diagnose und Behandlung von bereits entstandenen Verhaltensauffälligkeiten beschäftigt.

Das ATN Studium der  Pferdepsychologie geht nicht auf Fächer der Pferdewissenschaften ein, die mit dem Verhalten nichts zu tun haben. So gesehen ist das Studium ohne Streuung voll auf das Pferdeverhalten konzentriert

Tätigkeitsfeld
Die Tätigkeit des Pferdeverhaltensberaters beginnt nicht erst, wenn sich die Verhaltensprobleme eingeschlichen haben, sondern schon bei Begutachtung der Haltungsbedingungen noch unauffälliger Pferde. Die Therapie soll schon bei ihrer Entstehung einsetzen, am besten gerade dann, wenn sie in ihrem Ansatz gerade begonnen hat.  Bei keinem anderem Haustier ist die Verhaltensstörung so eng verknüpft mit der Haltung wie beim Pferd.

Die optimale Gestaltung des Lebens eines Pferdes bezüglich seines Tagesablaufes, seiner sozialen Kontakte und Interaktionen mit der Umwelt ist die beste Prophylaxe und auch zugleich Therapie. So gesehen hat die Tätigkeit der Hundepsychologen und Pferdepsychologen unterschiedliche Schwerpunkte.

Die Pferdepsychologe muss unterscheiden zwischen echten Verhaltensstörungen, die haltungsbedingte Abweichungen vom Normalverhalten sind und mit einer Schadensfolge für das Individuum einhergehen, und „Schaden vermeidenden Reaktionen“, die eine erfolgreiche Anpassungsstrategie an veränderte Umweltbedingungen darstellen.

Der Pferdepsychologe ist also eher jemand, der die angewandte Ethologie nutzt, um seine Hauptaufgabe zu erfüllen, nämlich bei solchen Haltungsbedingungen korrigierend einzuwirken, die als Quelle von Verhaltensstörungen angesehen werden müssen.
Verhaltensprobleme des Pferdes sind lange Zeit bagatellisiert worden - bis bekannt wurde, welchen wirtschaftlichen Schaden diese verursachen. Alleine durch die Wertminderung eines Koppers um durchschnittlich 3000 Euro ergibt sich im Jahr ein Schaden von ungefähr 60 Millionen Euro. Wenn man bedenkt, dass allein Koppen nur 14 % der Stereotypien ausmacht, wird erst bewusst, welcher wirtschaftliche Hintergrund sich für das Tätigkeitsfeld eines Pferdepsychologen ergibt.

Zielgruppe

Für bestimmte Berufsgruppen sind die Kenntnisse der Verhaltensbiologie des Pferdes von besonderer Wichtigkeit. Dazu gehören Betreiber von Stall- und Reitanlagen, Pferdetrainer, Reitlehrer, Tierschutzbeauftragte, Gestütsleiter, aber auch Besitzer von mehreren Pferden, sowie alle Pferdekenner, die an der Verhaltensbiologie und Verhaltenstherapie des Pferdes interessiert sind.
 
Die Ausbildung Pferdepsychologie führt zum Erwerb von folgenden Fähigkeiten

- Kenntnisse über das Ethogramm des Pferdes sowie die Fähigkeit der Beurteilung des Verhaltens nach dessen Sinn und Funktion
- Fachliche Kompetenz zur Optimierung der Haltungsbedingungen, um Verhaltenssymptome zu vermeiden
- Kompetenz, um Lösungen bei vorhandenen Verhaltensproblemen anbieten zu können
- Sicherheit im Umgang mit Kunden
- Wissen und Gespür für das Wesen eines Pferdes
- Sensibilität für das Erkennen feiner körpersprachlicher Signale

Ausbildungsinhalte in Stichworten
Abstammung, Domestikation, Lebensraum, Sehvermögen, Gehörsinn, Schmerzsinn, Tagesablauf und Zeitbudget, Futteraufnahme und Nahrungspassage, Dauer und Regulation der Nahrungsaufnahme, Wasseraufnahme, Ruheplätze/Ruherhythmus, Entwicklung des Ruheverhaltens, Lokomotion, Gangarten, Anteil der Lokomotion am Tagesablauf, Bewegungen der Gruppe, Abweichungen vom normalen Bewegungsverhalten, Entwicklung des Lokomotionsverhaltens, Erkundung und Wachsamkeit, Flucht und Feindabwehr, Rangordnung, Konsequenzen aus dem Sozialverhalten für die Pferdehaltung, Spielverhalten, Spielformen und Funktion von Spiel, Mindestanforderungen und Bewertungskriterien, Ausscheidungs- und Ruheverhalten, Komfortverhalten, Stallklima, Feindvermeidung, Weidegang, Haltungsformen, Einzelhaltung, Ständerhaltung, Einzelhaltung mit oder ohne Auslauf, Gruppenhaltung, Gruppenhaltung im Einraumlaufstall, Gruppenhaltung mit angeschlossenem Auslauf oder Weide, Richtmaße, verhaltensgerechter Umgang mit dem Pferd, Lernen, Motivation, Belohnung und Bestrafung, Prägung, Habituation, Konditionierung, klassische Konditionierung, operante Konditionierung, latentes Lernen, Beobachtungslernen, einsichtiges Verhalten, Beobachtungslernen, einsichtiges Verhalten, Verhaltensstörungen und -anpassungen, Verhaltensprobleme, Verhaltensstörungen beim Pferd, unerwünschte Verhaltensweisen, Bedeutung von Verhaltensproblemen, Mensch-Pferd-Beziehung im Rahmen von Verhaltensproblemen beim Pferd, Untersuchung eines Verhaltenspatienten, Optimierung der Haltungsbedingungen, Konditionierungsmaßnahmen, medikamentöse Verhaltenstherapie, Kastration, „alternative“ (komplementärmedizinische) Verfahren, symptomatische Verfahren, Prophylaxe von Verhaltensproblemen, stereotype Verhaltensstörungen, Definitionen, Ursachen, Auslöser und prädisponierende Faktoren, Pathophysiologie stereotyper Pferdeverhaltensstörungen, Funktionen stereotyper Verhaltensweisen, Therapieansätze und Prophylaxe, einzelne Stereotypien, wie Koppen, Automutilation, Headshaking, Weben, Boxenlaufen, weitere Stereotypien, erlerntes und Aufmerksamkeit forderndes Verhalten, Aggressivität,  intra-spezifische Aggressivität, dominanzbedingte Aggressivität, sexuelle Aggressivität, maternale Aggressivität, spezifische Aggressivität, dominanzbedingte Aggressivität, angstbedingte Aggressivität, erlernte Aggressivität, Ängste und Phobien, Definitionen, physiologische und ethologische Grundlagen, Therapieansätze, Prophylaxe von angstbedingten Verhaltensproblemen, Beispiele für praxisrelevante Probleme, Scheuen, Verladeprobleme, Sattelzwang, Kleben, Fehlprägungen und fehlerhafte Sozialisation, unerwünschtes Sexualverhalten, spontane Erektion und Masturbation, sexuelle Dysfunktionen

Art und Umfang des Lehrmaterials: (516 Std.)
11 Lehrbriefe, 5 Videos. 10 Monate Lehrgangsdauer. Wöchentliche Bearbeitungszeit: 12 Zeitstunden
Die Themen zu den Verhaltensstörungen werden durch DVD unterstützt.
 

Die Lektionen des  Lehrganges „Tierpsychologie Pferd“
Lektion 1: Geschichte der Ethologie und das Ethogramm
Lektion 2: Verhaltensphysiologie 1
Lektion 3: Verhaltensphysiologie 2
Lektion 4: Lernen/Gedächtnis
Lektion 5: Verhaltensökologie 1
Lektion 6: Verhaltensökologie2
Lektion 7: Ethogramm, Sinnesleistungen und Aktionsraum
Lektion 8: Funktionskreise des Pferdeverhaltens
Lektion 9: Funktionskreise, Verhaltensontogenese
Lektion 10: Beziehung Pferd - Mensch, Ausbildung, Verhaltensstörungen
Lektion 11: Verhaltensstörungen/Therapie


Seminare
Im Laufe der Ausbildung werden Seminare angeboten. Sie sind fakultativ und finden an verschiedenen Orten in Deutschland statt.

 

 

Abschließendes zum Fernlehrgang der Pferdepsychologie
(Zum Verhaltensberater und Hundetrainer - bitte auf den entsprechenden Seiten einsehen!)

Die Lektionen werden anhand unserer Anweisungen durchgearbeitet. Die Hausaufgaben werden an uns zur Korrektur eingeschickt. Diese erhalten Sie mit belehrenden Kommentaren zurück. Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten Sie ein Abschlusszeugnis der Akademie für Tiernaturheilkunde als Nachweis Ihrer Kenntnisse auf dem Gebiet der Pferdepsychologie. Die Ausübung einer Pferdepsychologischen Beratung ist gesetzlich frei. Eine öffentlich rechtliche Anerkennung ist mit dem Bestehen der Prüfung oder dem Zeugnis nicht verbunden.

Der gesamte Lernstoff ist trotz des wissenschaftlichen Stils allgemein verständlich und aufeinander aufbauend, sodass wir bei Ihnen keine fachlichen Vorkenntnisse voraussetzen. Allerdings ist Erfahrung mit Tieren als Halter, Züchter noch besser Ausbilder/Trainer sehr wünschenswert, aber nicht Bedingung. Voraussetzung ist lediglich die Mittlere Reife.

Nach abgeschlossener Ausbildung der Pferdepsychologie sollte der Absolvent je nach eigener Erfahrung mit Tieren genügend Zeit für ein Praktikum investieren, am besten bei erfahrenen praktizierenden Absolventen der ATN. Bei der Suche nach einer geeigneten Praktikantenstelle in Ihrer Nähe können wir Ihnen behilflich sein. Erst durch den Einsatz des theoretischen Wissens in der Praxis wird sich zunehmend  Routine und Sicherheit im Umgang mit den Kunden und ihren Tieren zeigen.

Die Ausbildung Pferdepsychologie bei der ATN ist durch den VdTT e.V. in vollem Umfang anerkannt.

 

 

 Prospekt und Preise

 

 

 
 

 

In Deutschland staatlich
zugelassener Lehrgang

 

 

 

11 Lektionen 4 DVD

 

 

 Allgemein über das
Studium der
Tierpsychologie

 

 

 
 

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