Konzept

Konzept der Hundeverhaltenstherapie an der ATN

Konzept der Hundeverhaltenstherapie an der ATN Alexey Kuznetsov, DollarPhotoClub

Als Hundeverhaltenstherapeutin eine Nasenlänge voraus

Vielfach werden die Begriffe Hundeverhaltensberatung und Hundeverhaltenstherapie synonym verwendet. Fachlich ist das allerdings nicht korrekt, denn beides bezeichnet jeweils ganz spezifische Bereiche:

Gegenstand der Tierverhaltensberatung sind Maßnahmen zur Veränderung von Verhalten, das für die Tiere selbst keine Gesundheitsgefahren mit sich bringt, aber belastend für die Halter ist, weil es beispielsweise soziale Konflikte verursacht oder Interaktionen mit der Umwelt zum Problem werden lässt.

Beispiele: Betteln am Tisch, unerwünschtes Jagdverhalten, Probleme bei Leinenführigkeit, Streunen, Ungehorsam

Gegenstand der Tierverhaltenstherapie sind Maßnahmen zur Veränderung von Verhalten, das für die Tiere selbst potenziell oder konkret gesundheitsgefährdend ist. Darüber hinaus sind für die Tierverhaltenstherapie das Erkennen und die Behandlung von psychosomatischen Verknüpfungen relevant.

Beispiele: Trichopillomanie, Leck-Zwang, Automutilation, Angst/Phobie, somatisiertes Stress-Syndrom, Koprophagie, Anorexie, Antriebslosigkeit, senile Kognitive Dysfunktion

Psyche und Physis sind untrennbar miteinander verbunden. Deshalb gehen körperliche Beschwerden oder physische Besonderheiten sehr oft mit Verhaltensauffäligkeiten einher, Veränderungen auf der körperlichen Ebene können entsprechend zu Veränderungen auf der Verhaltensebene führen und umgekehrt.

Aus diesem Grund kommt der Hundeverhaltenstherapeutin in ihrer beruflichen Praxis große Bedeutung und Verantwortung zu. Denn sie ist die einzige, die qualifiziert ist, bei der Bearbeitung von Verhaltensproblemen körperliche und medizinische Ursachen zu identifizieren und zu berücksichtigen.

Hundeverhaltenstherapeuten: Vorreiter in einem neuen Fach

Ganz gleich, ob Sie die Tierverhaltensmedizin von vornherein ins Auge fassen oder an Ihre Ausbildung zum Hundeverhaltensberater anschließen: Die verhaltensmedizinischen Themen eröffnen Ihnen auch als Nicht-Mediziner die Chance, sich auf Bereiche einzulassen, die bislang allein den Medizinern vorbehalten waren.

Die Tierverhaltensmedizin integriert faszinierende Themen, die manchmal so spannend sind wie ein Krimi. Wir setzen alles daran, Ihnen diese Themen auch so packend zu vermitteln, damit Sie gern und mit Begeisterung lernen, Lust darauf bekommen, sich mit anderen Schülern und Kollegen zu vernetzen und nicht zuletzt auch später im Beruf mit ganzem Herzen bei der Sache sind.

Da es sich bei der Hundeverhaltenstherapie um ein noch relativ junges Fach handelt, stehen wir gerade erst am Beginn dieses reizvollen, interdisziplinären Arbeitsgebietes, das zudem immenses Entwicklungspotenzial birgt. Wer jetzt anfängt, sich mit der Thematik auseinander zu setzen, ist von der Pike auf dabei und Mitbewerbern am Markt der Dienstleistungen rund um den Hund schon bald weit voraus.

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