Prüfung und Abschluss

Hundeverhaltenstherapie-Ausbildung: Prüfung & Abschluss

Hundeverhaltenstherapie-Ausbildung: Prüfung & Abschluss Sonja Calovini, DollarphotoClub

Länderspezifische Besonderheiten in Deutschland, Österreich und Schweiz

Deutschland

Hundeverhaltenstherapeuten, die gewerblich tätig werden wollen, brauchen in Deutschland eine behördliche Genehmigung. Das schreibt § 11 Abs. I Nr. 8 (f) des Tierschutzgesetzes vor. Die Erlaubniserteilung muss beim örtlich zuständigen Veterinäramt beantragt werden.

In den meisten Bundesländern wird bereits der Abschluss als „ATN-geprüfter Hundeverhaltensberater und Hundeverhaltenstrainer“ von den Behörden für die Erlaubnis gemäß § 11 Abs. I Nr. 8 (f) TierSchG anerkannt. Da die Vorschrift von den einzelnen Ämtern dennoch sehr unterschiedlich und nicht bundeseinheitlich umgesetzt wird, bereiten wir Sie in der Hundeverhaltenstherapie-Ausbildung auch auf die Zertifizierung vor einer Tierärztekammer vor.

Die Hundeverhaltenstherapie-Ausbildung umfasst sämtliche Inhalte, die bei der Zertifizierung vor einer Tierärztekammer abgefragt werden können. Sie geht nur weit darüber hinaus, gerade in Bezug auf die Tierverhaltensmedizinischen Themen. Wichtig ist, vor einer Tierärztekammer-Zertifizierung (TÄK-Zertifizierung) nicht nur die Fernlehrgänge Hundeverhaltensberatung und Tierverhaltensmedizin zu absolvieren, sondern auch sicherzustellen, dass Sie praktisches Hundetraining beherrschen. Die ATN bietet hierzu zahlreiche Seminare und nicht zuletzt die optionale Praxisausbildung zur Hundeverhaltensberatung an.

Vom Ablauf her entspricht die Prüfung vor einer Tierärztekammer unserer Hundetrainer-Prüfung. Auch diese wird in den meisten Bundesländern für § 11 anerkannt, sodass es empfehlenswert sein kann, den Lehrgang Hundeverhaltenstherapie aufbauend auf die Hundetrainer Ausbildung zu absolvieren. Beide Lehrgänge ergänzen sich modular. Wenn Sie nähere Fragen dazu haben, beraten wir Sie gern!

Ausführliche Informationen über die rechtliche Situation von Hundetrainern, Hundeverhaltensberatern und Hundeverhaltenstherapeuten in Deutschland lesen Sie unter Rechtsgrundlagen für Hundeverhaltenstherapeuten.

Schweiz

In fast allen Kantonen der Schweiz dürfen Sie auch dann als Hundeverhaltenstherapeut arbeiten, wenn Sie keine SKN-Berechtigung besitzen. Möchten Sie jedoch auch SKN-Kurse für Ersthundehalter anbieten, benötigen Sie den SKN-Nachweis zwingend. Den SKN dürfen nur Hundetrainer durchführen, die ihre Ausbildung bei einer Ausbildungsstätte absolviert haben, die vom Schweizer Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) als Ausbildungsstätte für Hundetrainer anerkannt wurde. Die ATN besitzt diese Anerkennung für die Hundetrainer Ausbildung. Wir empfehlen Ihnen deshalb für den Fall, dass Sie den SKN erwerben möchten, zunächst die Hundetrainer Ausbildung zu absolvieren und sich darauf aufbauend mit dem Lehrgang Hundeverhaltenstherapie weiterzubilden.

Lesen Sie Näheres über den Schweizer SKN.

Österreich

Hundeverhaltenstherapeuten, die u.a. mindestens zwei Jahre Berufspraxis vorweisen können, haben in Österreich die Möglichkeit, im Zuge einer Prüfung das Gütesiegel „Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin“ bzw. „Tierschutzqualifizierter Hundetrainer“ zu erwerben. Die ATN-Ausbildung Hundeverhaltenstherapie bereitet auf diese Prüfung vor.

Im theoretischen Ausbildungsteil des Fernlehrgangs Hundeverhaltensberatung sind alle Bereiche, die für die Qualifikation nachgewiesen werden müssen, abgedeckt – sie gehen nur weit über diese Mindestanforderungen hinaus. Um auch für den praktischen Teil der Prüfung zum „Tierschutzqualifizierten Hundetrainer“ gut vorbereitet zu sein, empfehlen wir die Teilnahme an allen 10 Pflichtseminaren der Hundetrainer Ausbildung.

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