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TTouch trifft Organoleptik: Crossover-Seminar 2018

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Die ATN freut sich, ihre Schülern und Absolventen 2018 auf ein ganz außergewöhnliches Crossover-Seminar aufmerksam machen zu können: mit dabei die Erfinderin der TTouches, Linda Tellington-Jones und Annabelle Steiger, die an unserer Partnerschule ATM unter anderem den neuen Zweig der Organoleptik betreut. Diese von der ATM weiterentwickelte Methodik eröffnet Anwendern völlig neue Möglichkeiten im Bereich der medizinischen und der verhaltensanalytischen Diagnostik.

Organoleptik: Schulen Sie Ihre Wahrnehmungsfähigkeiten

Die Bezeichnung „Organoleptik“ hat ihren Ursprung im französischen organoleptique und im griechischen lēptós/lambánein. Das bedeutet „fassbar“ oder „begreiflich“ bzw. „fassen“ oder „begreifen“, „erregend auf ein Sinnesorgan“, „Sinne und Organe berührend“ oder auch „erregend auf einen sensorischen Rezeptor“. Die Organoleptik bezieht sich damit auf alles, was sich mit den menschlichen Sinnen wahrnehmen lässt – und zwar in dem Bereich, in dem man für gewöhnlich glaubt, Eindrücke gar nicht mehr unterscheiden zu können, weil sie beinahe „gleich“ erscheinen. Aber: eben nur beinahe.

„Als organoleptische Prüfung bezeichnet man die hilfsmittelfreie Bewertung eines Objektes in Bezug auf Eigenschaften wie Geruch, Geschmack, Aussehen und Farbe durch eine Person, die, Kraft ihrer wissenschaftlichen und technologischen Kenntnisse verbunden mit regelmäßiger Übung, hierzu befähigt ist“, berichtet die Wikipedia. Und weiter: „Umgangssprachlich ist meist auch das Prüfen von Lebensmitteln, Tierfuttermitteln oder zum Beispiel Trinkwasser nach einem bestimmten Bewertungsschema gemeint. Da das Ergebnis nicht messbar ist, kommt es besonders auf die Erfahrung des Prüfers an.“

Was „organoleptische Parameter“ sind, erläutert Wikipedia sehr schön am Beispiel des Wassers. Demnach zählt dazu alles, was unter Einsatz der menschlichen Sinne sensorisch beurteilbar ist – bei Wasser etwa die Färbung, der Geruch, der Geschmack oder der Trübungsgrad. Wer geübt ist, kann allein mithilfe seiner Sinne aber auch die Temperatur bestimmen, den Härtegrad, den Salzgehalt oder ähnliches.

Organoleptische Prüfung: Die Feinheit und Leistungsfähigkeit der Sinne lässt sich trainieren

Jeder Mensch hat individuell gut oder weniger gut ausgeprägte Sinne, je nach dem, wie fein seine Wahrnehmungsfähigkeiten im Alltag sein müssen. Vielleicht hat so mancher Leser schon einmal über die akustischen Wahrnehmungsfähigkeiten sehbeeinträchtigter Menschen gestaunt, die anhand des Echos ihres Zungenschnalzens Objekte in der Umgebung erkennen können, ähnlich wie Fledermäuse. Manch anderen mögen die Fähigkeiten sogenannter Naturvölker beispielsweise im Spurenlesen überrascht haben oder das „absolute Gehör“ eines Musikers.

Tiertrainer, Verhaltensberater bzw. -therapeuten, aber auch Tierhomöopathen, die sich in ihrem Berufsalltag sehr ausgeprägt mit der Analyse von Verhalten auseinandersetzen, wissen um die Bedeutung ihrer Wahrnehmungsfähigkeiten. Das Sehen ist dabei nur ein Aspekt von vielen, der etwa bei der Beurteilung des Ausdrucksverhaltens zum Tragen kommt. Wichtig können aber noch viele weitere Parameter sein: etwa die Konsistenz von Speichel, die Farbe von Zunge oder Zahnfleisch oder von einer Absonderung, der Spannungsgrad eines Muskels, die Intensität oder Tonalität einer Vokalisation, die Frequenz und Stärke eines Herzschlags, um nur einige Beispiele zu nennen. Um daraus Rückschlüsse auf Befindlichkeiten, Gesundheitszustand, Stressbelastung oder auch Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit eines Tieres zu ziehen, muss man überhaupt erst einmal ein „Auge“ bzw. einen Sinn für die maßgeblichen Parameter haben.

TTouch und Organoleptik

Dieser Sinn – oder besser: alle Sinne, über die Sie verfügen – lassen sich entsprechend schulen. Diese Schulung der Wahrnehmungsfähigkeiten wird künftig in vielerlei Hinsicht in die Ausbildungen der ATN einfließen, denn mit der Leistungsfähigkeit Ihrer Sinne steht und fällt der Erfolg Ihrer Arbeit als Trainer oder Berater und insbesondere als Tierpsychologen, Verhaltenstherapeuten und Tierhomöopathen. Die TTouches eignen sich dabei ganz besonders als Einstieg in die Thematik, da hier mit Berührungsnuancen gearbeitet wird, die auch von Laien sehr gut wahrnehmbar und nachvollziehbar sind. Darüber hinaus sind die TTouches bereits vielen von Ihnen vertraut und bei nicht wenigen integraler Bestandteil diverser Beratungskonzepte, vor allem, wenn es um Stressreduktion, Beziehungsförderung zwischen Mensch und Tier oder sportliche Belange geht.

Entsprechend erhalten Sie bei unserem „TTouch trifft Organoleptik“ Seminar vom

11. bis 13. Mai 2018

jeweils vormittags einen Einblick in die Arbeitsweise und Methodik von Linda Tellington-Jones, die Sie hierbei auch direkt praktisch anleitet. Die Nachmittage stehen dann ganz im Zeichen der Organoleptik, wobei Sie sich gezielt mit der Schulung Ihrer Sinne und Wahrnehmungsfähigkeiten – sowohl in "Trockenübungen" als auch im praktischen Training an Hund und Pferd – auseinandersetzen und lernen, diese in Diagnostik und Verhaltensbeurteilung/-therapie gezielt einzusetzen. Damit richtet sich das Seminar gleichermaßen an Tierpsychologen, Hundetrainer und Verhaltensberater/-therapeuten sowie an Tierheilpraktiker und Tierphysiotherapeuten. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie Schüler oder Absolvent von ATM oder ATN sind. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in Ihrem E-Tutor.

Besonders freuen wir uns über die Möglichkeit, dass Sie sowohl eigene Hunde als auch eigene Pferde zum Seminar mitbringen können. Für Teilnehmer, denen es nicht möglich ist, eigene Tiere mitzubringen, können vor Ort geeignete Pferde und Hunde zur Verfügung gestellt werden.

ATN Akademie

ATN AG ist die im deutschsprachigen Raum führende Schule für Tierpsychologie, Verhaltenstherapie und Hundetraining. Sie ist die erste Schule, die reguläre Lehrgänge zu diesen Themen angeboten hat und ein anspruchsvolles Ausbildungskonzept besitzt.

Webseite: www.atn-ag.de

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