Lernziele

Lernziele Pferdeverhaltensberater Ausbildung

Lernziele der Pferdeverhaltensberater Ausbildung Lernziele der Pferdeverhaltensberater Ausbildung

Was sind die Lernziele der Pferdeverhaltensberater Ausbildung?

Im Zuge der Ausbildung zum Pferdeverhaltensberater erwerben Sie Kenntnisse und Fertigkeiten in den folgenden Bereichen:

  • Grundlagen der angewandten Ethologie und allgemeinen Tierpsychologie
  • Fundiertes Wissen der speziellen Ethologie des Pferdes
  • Umfangreiche Kenntnisse der Lerntheorien und deren Anwendungsmöglichkeiten
  • Datenerhebung und Analyse des Ausdrucksverhaltens auf Basis wissenschaftlicher Forschungsergebnisse
  • Beurteilung der Haltungsformen und deren Auswirkungen auf das Pferd
  • Befindlichkeiten und Emotionen des Individuums Pferd evaluieren
  • Verhaltensmedizinische Symptomatiken erkennen und bewerten
  • Enrichment-Maßnahmen und deren individuelle Anwendung zur Optimierung von Haltungsbedingungen
  • Abgrenzung von Normalverhalten zu Verhaltensstörungen oder unerwünschtem Verhalten erkennen und verstehen
  • Fachgerechte Beurteilung und Anwendung von Maßnahmen zur Verhaltensänderung
  • Erstellung von Trainingsplänen und Anleitung der Pferdehalter
  • Kommunikation mit Klienten
  • Rechtliche und ethische Grundbedingungen verstehen und anwenden

Im Vordergrund dieser Lehrgangsinhalte steht das Pferd mit all seinen charakteristischen Eigenheiten und Bedürfnissen. Die Wissenschaftszweige "angewandte Ethologie" und "Tierpsychologie" tragen diesem Themenfeld vollumfänglich Rechnung. Die ATN beschreitet hier völlig neue Wege, vor allem im Bereich der in diesem Lehrgang integrierten Tierpsychologie.

Erkennen und Beurteilen von Pferdeverhalten

Handelt es sich bei einem gezeigten Verhalten tatsächlich um Fehlverhalten in Form einer Verhaltensstörung? Oder ist es "Normalverhalten", das vom Pferdehalter als Problem angesehen wird.

Um dies beurteilen zu können, benötigen Sie fundierte Kenntnisse über das Normalverhalten von Pferden. Insbesondere, da sogenanntes Fehlverhalten nicht selten direkt oder indirekt durch den Halter oder die Lebensumwelt des Pferdes "erzeugt", also antrainiert wurden. In diesem Falle handelt es sich bei dem Verhaltensproblem tatsächlich um eine Adaptations- oder Lernleistung und damit streng genommen um einen "Erziehungsfehler" oder um eine Überforderung der Adaptationsfähigkeit des einzelnen Individuums.

Eine seriöse Verhaltensanalyse ist nur möglich, wenn all die genannten Aspekte, und einige mehr, klar herausgearbeitet werden können. Dies wiederum ist Grundlage zur Identifikation echter Verhaltensstörungen und ihrer Ursachen. Erst dann ist eine adäquate und zielführende verhaltenstherapeutische Maßnahme durchführbar.

Beziehung als Auslöser für Problemverhalten?

Normalverhalten hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab wie Rasse, Alter, Geschlecht, Haltungsbedingungen und Lebensraum etc.

Ein ganz anderer Faktor wurde in der Verhaltensforschung jedoch weitestgehend vernachlässigt: der Halter!

Heute weiß man: Auch der Mensch, seine Beziehung zum Tier, sein Charakter oder seine Lebensumstände haben großen Einfluss auf das Verhalten von Pferden.

Das von der ATN entwickelte Konzept befasst sich mit der speziellen Bedeutung dieser Mensch-Tier-Beziehung.

Pferde als Persönlichkeit?

Was ist eigentlich "normal"? Gibt es das Pferd? Oder den Menschen?

Das Verhalten eines Lebewesens setzt sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen, wie etwa der Summe seiner Gene, erlerntem oder angeborenem Verhalten, Erfahrungen oder Beziehungen.

Erst seit wenigen Jahren steht im Focus der Verhaltensbiologie ein weiterer Themenkomplex, der sich mit der Befindlichkeit, der Persönlichkeit, den Emotionen und deren Erscheinungsformen im Ausdrucksverhalten befasst.

Die Ergebnisse dieser Forschungen helfen uns wie nie zuvor, ganz individuell auf die Eigenheiten und Bedürfnisse jedes einzelnen Pferdes einzugehen. Die ATN bietet Ihnen mittels unzähliger multimedialer Medien wie Videos, Bilder oder Online-Meetings die einzigartige Möglichkeit, sich dieses Wissen anzueignen. Es versetzt Sie in die Lage, in Ihrer Verhaltensberatung eine optimale Lösung für jedes einzelne Pferd-Halter-Team zu finden und umzusetzen.

Denn eine erfolgreiche Verhaltenstherapie muss sowohl die Art, als auch das Individuum mit seinen individuellen Lebensbedingungen und Beziehungen berücksichtigen.

Haltungsformen und ihre Auswirkungen

Die Umwelt und die Haltungsformen haben erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden von Pferden. Weit mehr, als es zum Beispiel bei Hunden der Fall ist. Diese Erkenntnis ist nicht neu und bereits vielfach wissenschaftlich belegt.

Ihre Tätigkeit als Verhaltensberater stützt sich daher im Grunde auf zwei Säulen:

Beurteilung und ggf. Optimierung des Trainings und/oder des allgemeinen Umgangs durch die Bezugspersonen

Beurteilung und ggf. Optimierung der Haltungsbedingungen

Bis vor Kurzem noch war der Verhaltensberater hier an die Aussagen der Halter und Bezugspersonen gebunden, beziehungsweise an das Umfeld, das er bei seinem Besuch vor Ort vorfand. Die erworbenen Kenntnisse zum Ausdrucksverhalten, gepaart mit der Beurteilung der Befindlichkeit und Persönlichkeit des Pferdes, versetzen Sie nun in die Lage, Rückschlüsse auf das einzelne Individuum ziehen zu können.

Sie erhalten während Ihrer Ausbildung eine umfangreiche Auswahl des Environment-Enrichments an die Hand. All diese Puzzle-Teile fügen sich letztendlich zu einem Gesamtbild zusammen, das Ihnen hilft, auch die Haltungsoptimierung auf dieses eine Pferd-Mensch-Team bestmöglich abstimmen zu können.

Kunden-Kommunikation: ohne sie geht es nicht

Manch ein Verhaltensberater scheitert nicht an seinen Fähigkeiten, das Pferd mit all seinen Bedürfnissen richtig einzuschätzen und auf das Tier abgestimmte Lösungen zu finden. Es ist die Kommunikation mit dem Halter oder den Bezugspersonen, die erheblichen Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg haben kann.

Erfolgreiche Beratungsgespräche zu führen ist kein Privileg des Talentierten. Sie können es lernen.

Im Lehrgang des Pferdeverhaltensberaters werden Sie optimal auf die Kommunikation mit Ihren Klienten vorbereitet. Interaktiv und praxisnah erlernen Sie die Kunst der Gesprächsführung.

Sie erlangen unter anderem Kenntnisse

  • im Sammeln relevanter Informationen
  • im Vermitteln von Lösungsstrategien und -wegen
  • im Motivieren des Klienten zum Umsetzen der Lösungsvorschläge
  • im Umgang mit "schwierigen" Kunden
  • Und vielem mehr

Mit dieser Vorbereitung werden Sie Ihrem ersten Beratungsgespräch mit ruhiger Gelassenheit entgegensehen.

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