Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie

Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Berufsbild

Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Berufsbild Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Berufsbild

Berufsbild Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach

Tiere als Co-Therapeuten? Wie kann man Tiere in der psychotherapeutischen Praxis oder im Coaching einsetzen? Welche Möglichkeiten gibt es in diesem Bereich über die klassische tiergestützte Arbeit hinaus? Welche Therapie und Coachingtechniken bieten sich im tiergestützten Kontext an und wie führt man diese auf den individuellen Klienten zugeschnitten durch? Wie gelingt es dabei das Wohl des Tieres stets im Blick zu haben und weder den Klienten noch das Tier zu überfordern?

Alle wichtigen Informationen rund um den Beruf des Heilpraktikers für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach finden Sie hier:

Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Definition
Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Beschreibung

Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Berufsbild Definition / Beschreibung

Grundsätzlich stellt sich für Sie die Frage: Streben Sie einen staatlichen Abschluss an, mit dem naturgemäß natürlich auch eine ganze Reihe Rechte und Pflichten verbunden sind, oder möchten Sie lieber als Coach tätig sein? Grundsätzlich ist beiden Berufszweigen zu eigen, dass Sie Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten und unterstützen, bei der Bewältigung von Problemen und krisenhafte Situationen helfen und neue Potenziale in den Klienten wecken und fördern mögen.

Der Heilpraktiker ist in diesem Falle die aufwändigere Ausbildung. Daher ist er befähigt, alle die Dinge, die der Coach anbieten kann/darf, ebenfalls anzubieten. Doch durch die Prüfung beim Gesundheitsamt stehen ihm zudem auch psychotherapeutische Behandlungsmethoden und ein weiterer Kundenstamm offen.

Der eigentliche Unterschied ist, dass der Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie eine staatliche Prüfung beim Gesundheitsamt ablegt und damit die Befugnis erhält, Klienten psychotherapeutisch zu behandeln. Er darf sich allerdings nicht Psychotherapeut nennen. Diese Bezeichnung ist Ärzten sowie Psychologen und im Bereich der Kinder- und Jugendpsychotherapie auch Pädagogen/Spezialpädagogen vorbehalten.

Der besondere Vorzug des Heilpraktikers für tiergestützte Psychotherapie liegt darin, dass er auf ein sehr breites Spektrum an effektiven psychotherapeutischen Behandlungsmethoden zurückgreifen kann, die sich bereits über Jahrzehnte bewährt haben. Er kann diese untereinander oder mit neuen Techniken und wissenschaftlich fundierten modernen Methoden kombinieren, während im ambulanten Bereich des öffentlichen Gesundheitssystems nur noch die Verhaltenstherapie, die Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie anerkannt und finanziert werden. Die Freiheit der Methodenwahl ermöglicht es Ihnen als Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie, nicht nur die gängigen Techniken wie Familien- und Gesprächstherapie, systemische Aufstellungen, buddhistische Psychotherapie oder Hypnose anzuwenden, sondern im Besonderen Tiere in Form einer sehr gut durchdachten Form der Tiergestützten Arbeit in Ihrer Praxis einzusetzen. Selbstverständlich sind Sie damit auch in der Lage, eine sehr erfolgreiche Coaching-Praxis zu führen.

Als tiergestützter Psychologischer Coach haben Sie die Möglichkeit, sich in verschiedene Richtungen zu spezialisieren. Entweder Sie streben eher eine Arbeit mit Führungskräften oder ganzen Unternehmen an, dann heißt Ihr Fachbereich Business-Coaching, oder Sie entscheiden sich für das Personal-Coaching, also die psychologische Beratung. Die Arbeit des Psychologischen Coachs erstreckt sich über alle Themenfelder des „alltäglichen“ Lebens und reicht von Persönlichkeitsentwicklung über Familie und Partnerschaft bis hin zum Umgang mit körperlichen und sexuellen Themen. Entscheidend dabei ist allerdings, dass keinerlei pathologischen Züge vorliegen und Sie zu keinem Zeitpunkt therapeutisch tätig sein dürfen. Die Grenze zum Heilpraktiker ist in diesem Bereich sehr dünn, weshalb sich viele Coaches früher oder später entscheiden, die staatliche Prüfung ebenfalls abzulegen, um ihre Klienten umfassender und weiterführend unterstützen zu können.

Ziel des Coachings ist es dabei, nicht dem Klienten neue Wege aufzuzeigen oder vorzugeben, sondern ihn auf seinem Weg zu begleiten und ihn bei der Suche und der Findung seiner eigenen Wege, Möglichkeiten und Ziele zu unterstützen. Als tiergestützter Psychologischer Coach setzen Sie die Tiergestützte Arbeit ein und helfen Ihren Klienten, mit Hilfe von tiergestützten Settings ihre Themen anzugehen und neue Bewältigungsstrategien in ihrem Alltag zu finden.

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Was kann ich als Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach?

Als Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie beherrschen Sie die psychologische Diagnostik, Psychopathologie und klinische Psychologie. Sie sind imstande, entsprechende Therapieverfahren auszuwählen und diese an das Krankheitsbild des Betroffenen und dessen Bedürfnisse anzupassen und ihn so psychotherapeutisch zu behandeln. Zudem verfügen Sie über alle Handlungskompetenzen des Coachs.

Als Coach sind Sie Experte in Gesprächsführung und Kommunikation. Sie haben sich Coaching-Verfahren angeeignet und helfen Ihren Klienten dabei, ihre Ziele und Wünsche zu verwirklichen und sich als Person in der jeweiligen Umwelt weiterzuentwickeln, problematische Situationen zu meistern und sich selber immer wieder neu auf die Herausforderungen des Lebens einzustellen.

Sie sind umfassend in Sachen Datenschutz und Dokumentation geschult, um hier allen rechtlichen Anforderungen mehr als nur gerecht zu werden.

Zudem sind Sie Fachkraft für Tiergestützte Arbeit und sind imstande, tiergestützte Settings genau auf die Bedürfnisse und das Krankheitsbild des Klienten zuzuschneiden. Dabei haben Sie das Wohl des Menschen und des Tieres gleichermaßen im Blick und werden beiden Parteien gleichermaßen gerecht.

Abhängig von der Art, wie Sie Ihre Tiere einsetzen, bedeutet dies auch eine Vielzahl von kreativen und praktischen Tätigkeiten. Neben dem Training Ihres Tiers/Ihrer Tiere für die einzelnen Aufgaben brauchen Sie unter Umständen „Requisiten“ für die Arbeit mit dem Tier, die je nach Setting individuell entworfen und hergestellt werden. Sie erarbeiten Therapiekonzepte und abhängig vom Alter Ihrer Klienten ganze Spiele und szenische Situationen, die Sie mit den Klienten gemeinsam durchführen.

Sie können Hygienepläne entwerfen und können die rechtlichen und versicherungstechnischen Rahmenbedingungen rund um Ihre Tätigkeit abdecken. Sie entwerfen Evaluationsbögen, um die Wirkungsgrade Ihrer Arbeit überprüfen zu können, und arbeiten im direkten Kontakt entweder mit Kindern, Senioren, Suchtpatienten oder in der Integrationshilfe, begleiten und betreuen Familien, sind in der Erwachsenenbildung tätig und vielem mehr. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich an Forschungsprojekten zu der Wirkungsweise der Tiergestützten Arbeit zu beteiligen.

Das Besondere an unserer Ausbildung ist, dass Sie als Heilpraktiker oder Coach beide Seiten, also den Menschen und das Tier gleichermaßen im Auge haben. Dank umfangreicher Tests sind Sie nicht nur imstande beide einzuschätzen und beurteilen zu können, ob die beiden im Rahmen der Settings gut zueinander passen und ob der Klient für das Tier keine zu große Belastung darstellt. Auf der anderen Seite sind Sie zudem Fachmann dafür, Tiere in therapeutischen Settings so einzusetzen, dass die Klienten von dem völlig anderen Zugang, den der Umgang mit Tieren bietet, profitieren, sich leichter öffnen und in vielen Fällen weniger angespannt an sich und ihren Themen arbeiten können. Der Klient erlebt das Tier häufig als eine Art Türöffner und Co-Therapeut. Damit diese Prozesse tatsächlich angestoßen werden können, das Tier aber zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form von diesen Interventionen und Settings überfordert oder belastet werden darf, bedarf es Ihrer als Fachkraft! Sie sind auf der einen Seite für das Wohl des Tieres und auf der anderen Seite für die Gestaltung der gemeinsame Arbeit mit Mensch und Tier verantwortlich.

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Was kann ich speziell erreichen?

Als Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie sind Sie sowohl selbständig psychotherapeutisch als auch im Coaching-Sektor mit den Methoden Ihrer Wahl, in diesem Falle im Besonderen mit der Tiergestützten Arbeit im Bereich der Mensch-Tier-Beziehung, tätig. Das Heilpraktikergesetz gibt vor, dass Sie, um entsprechend tätig sein zu dürfen, Ihre Fertigkeiten in einer fundierten Ausbildung erlernt haben müssen, den Klienten entsprechend seiner Diagnose zielführend unterstützen und mit dieser Aufgabe verantwortungsvoll umgehen. Sie schließen eine wichtige Lücke in unserem Gesundheitssystem und geben Ihren Klienten die Möglichkeit einer sehr individuellen psychotherapeutischen Begleitung und Unterstützung in unterschiedlichen krisenhaften Situationen.

Dazu können zum Beispiel gehören:

  • akuter Burn- oder Bore-out
  • Stress und Überforderungszustände
  • Ängste
  • Schlafstörungen
  • Trauer
  • berufliche Neuorientierung
  • Wiedererlangung psychischer Balance

Außerdem darf der Heilpraktiker für Psychotherapie auf Grund der staatlichen Heilerlaubnis auch Störungen mit Krankheitswert behandeln. Allerdings ist sein Tätigkeitsfeld auf die Krankheiten psychogenen Ursprungs begrenzt.

Zu diesen zählen beispielsweise leichte Formen folgender Krankheitsbilder:

  • Depressive Verstimmungen und milde Depressionen
  • Essstörungen
  • Angststörungen
  • Belastungsstörungen

Die Sorgfaltspflicht wird in diesem Bereich sehr großgeschrieben. Achten Sie daher bitte darauf, dass Sie tatsächlich nur psychotherapeutisch tätig werden dürfen, wenn Sie in einer für dieses Krankheitsbild geeigneten Psychotherapiemethode ausgebildet wurden.

Als tiergestützter Psychologischer Coach arbeiten Sie im Schwerpunkt auf folgenden Themengebieten und unterstützen Ihre Klienten in der Gestaltung ihres Lebensweges.

Dazu können zum Beispiel gehören:

  • Gesundheit (Körper)
  • Identität
  • Werte / Überzeugungen
  • Glaube
  • Familie / Partnerschaft/Beziehungen
  • Ziele / Perspektiven/Visionen
  • Management
  • Rollengefüge

In all diesen Bereich setzen Sie sowohl Ihre eigenen Coaching-Fähigkeiten als auch die Tiergestützte Arbeit ein, um Ihren Klienten eine möglichst optimale Unterstützung zu bieten.

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Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach - Coaching-Sektor

Welche Möglichkeiten gibt es, das Ziel zu erreichen?

Die Arbeit als Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie oder als tiergestützter Psychologischer Coach umfasst sehr viel mehr Aufgaben und Wissensfelder als lediglich das Training der Hunde, Pferde etc. für die eigenen Einsatzfelder und die Beratung der Menschen. Es gilt, ein umfangreiches theoretisches Hintergrundwissen zu erwerben, um diesen Beruf erfolgreich ausüben zu können. Neben den Fähigkeiten, die Sie benötigen, um tiergestützt arbeiten zu können, ist ein umfangreiches Wissen über die jeweiligen Krankheitsbilder, ihre Pathologie, Ätiologie und die unterschiedlichen adäquaten Therapieformen unverzichtbar. Um einfühlend und zielführend mit Ihren Klienten arbeiten zu können, müssen Sie zudem eine Vielzahl von Kommunikations- und Coaching- ebenso wie Therapietechniken erwerben. Sie werden zum Teil tiefe Einblicke in die Lebenssituation Ihrer Klienten erhalten. Hier sind, abhängig davon, in welchen Ländern Sie tätig sind (Deutschland, Österreich, der Schweiz), sowohl in Sachen Datenschutz, aber auch in Bezug auf Einschränkungen Ihrer Tätigkeit besondere rechtliche und ethische Regelungen zu beachten.

Hier bietet sich eine Ausbildung mit Selbstlernphasen für die theoretischen Inhalte besonders an, kombiniert mit regelmäßigen Onlin-Meetings, in denen Sie Ihre Fragen und kritische Themen mit Ihren Tutoren und Dozenten diskutieren können, sowie umfangreichen Praxisseminaren, in denen Sie das praktische Training erarbeiten können. Allerdings setzt sowohl das Coaching als auch die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie viel Fleiß und ein hohes Maß an Sachkenntnis und Geschicklichkeit voraus, die nicht ausschließlich nur im Rahmen von Veranstaltungen erworben werden können. Daher empfehlen wir Ihnen, sich mit ergänzenden Therapieverfahren und Coaching-Methoden zu beschäftigen und sich in Sachen Tiergestützte Arbeit fortzubilden. Diese Optionen können Sie kostenpflichtig ergänzend über die ATN buchen, je nach Ihren eigenen Vorkenntnissen und Interessen, oder Praktika etc. bei entsprechenden Einrichtungen machen. Zudem enthält der Lehrgang eine Vielzahl fakultativer Hausaufgaben, die Ihnen helfen, sich mit den Themen auseinanderzusetzten und mit dem eigenen Tier an Ihren praktischen Fertigkeiten zu feilen, Gesprächsführung zu üben und Therapieverfahren anwenden zu können. Die Aufgaben werden von unserem Dozententeam individuell ausgewertet, Sie erhalten ergänzende Anmerkungen, Korrekturen und sind so auch in der Selbstlernphase nie auf sich alleine gestellt.

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Wichtigste Elemente und Merkmale des Heilpraktikers für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischen Coachs

Das besondere an der Tiergestützten Arbeit im Bereich der Psychotherapie und des psychologischen Coachings ist die enge und intensive Zusammenarbeit mit Mensch und Tier. Hierbei haben Sie die Möglichkeit, nicht nur auf unterschiedlichste Weise persönlichkeitsbildend, therapeutisch oder stresslindernd zu wirken, sondern auch Ihrer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Sie können mit Kaninchen ebenso arbeiten wie mit Pferden, Ziegen, Lamas, Hunden oder Nutztieren. Sie können Menschen aller Altersstufen und in allen Lebenslagen begleiten und unterstützen und ihnen helfen, sich in ihrer Lebenssituation besser zurechtzufinden, sich selber zu hinterfragen, neue Perspektiven zu entwickeln und ihr Leben selbstbestimmter führen zu können.

Je nachdem, ob Sie die Tiere auch aktiv in Ihren Settings einsetzen möchten, werden Sie auch intensiv mit Ihren Tieren arbeiten und sich im Bereich des Tiertrainings intensiv aus- und weiterbilden und werden sich so immer neue Wege eröffnen, mit dem Tier zu arbeiten. Andererseits werden Sie sich auf bestimmte Therapie- und Coachingformen spezialisieren und Ihre Klienten auf ihrem Weg begleiten. Gerade die Kombination aus dem umfassenden Wissen um den Menschen, seine Psyche und deren Krankheitsformen auf der einen Seite und dem umfassenden Wissen aus dem Bereich der Tierpsychologie und der Tiergestützten Arbeit auf der anderen Seite ermöglichen es Ihnen, auf sehr viel mehr Ebenen tätig zu sein, als dies ohne eine der genannten Komponenten möglich wäre. Es sind die besonderen Synergien zwischen Mensch und Tier, die Ihre Arbeit so wertvoll machen.

Somit lassen sich kaum "wichtigste" Elemente benennen. Denn dieses Berufsbild ist so vielseitig und vielschichtig, wie die Menschen, die diesen Beruf ergreifen.

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Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Qualifikationen / Voraussetzungen

Für beide Lehrgänge gibt es bei der ATN AG grundsätzlich keine Aufnahmebeschränkungen. Sollten Sie Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie werden wollen, müssen Sie das 21. Lebensjahr vollendet haben, bevor Sie sich zur Prüfung beim Gesundheitsamt melden dürfen. Wir empfehlen dringend diese Altersgrenze auch für Coaches nicht zu unterschreiten. Beide Berufsbilder tragen eine sehr große Verantwortung und setzen ein hohes Maß an „sittlicher Reife“ voraus. Zudem muss für die Prüfung beim Gesundheitsamt ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden, welches ohne Eintragung sein muss.

Zudem bedürfen Sie einer behördlichen Erlaubnis nach § 11 (1) Nr. 8 TierSchG, um tiergestützt arbeiten zu können. In den meisten Fällen erkennen die Veterinärämter unsere Ausbildungen an. Sollten Sie dennoch zum Fachgespräch geladen werden oder eine MC-Prüfung absolvieren müssen, sind Sie dank der Studieninhalte auf diese bestens vorbereitet. Ihre Berufsverbände, wie beispielsweise der VdTT, sind hier die besten Ansprechpartner.

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Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Aufgaben
Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Berufsalltag

Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Aufgaben: Berufsalltag, Tätigkeiten

Wie in jeder therapeutischen Praxis üblich, steht am Beginn einer jeden Zusammenarbeit zunächst das Kennenlernen und die Erhebung der Anamnese. Diese werden Sie in Teilen selbst durchführen; doch sollten Sie keinerlei therapeutischen Maßnahmen starten, ohne dass der Klient von einem Arzt eingehend untersucht wurde, um auszuschließen, dass körperlich begründbare Krankheitsbilder vorliegen.

Sie werden eine Art Arbeitsbündnis mit dem Klienten schließen und über ausführliche Anamnesegespräche zu einer Befunderhebung und letztlich auch zu einer Diagnose kommen. Besonders wichtig ist es, die Grenzen der eigenen Möglichkeiten ebenso wie die klaren rechtlichen Grenzen zu kennen und im Zweifel einen Klienten an einen Facharzt zu überweisen. Zudem ist es stets von zentraler Bedeutung, akute Selbst- und Fremdgefährdung auszuschließen.

Wenn Sie mit dem Klienten weiterarbeiten können und wollen, werden Sie gemeinsame Ziele festlegen, an denen Sie arbeiten möchten.

Die Arbeit des Coachs verläuft analog, nur dass er nicht mit Menschen mit diagnostizierten Krankheiten arbeiten darf. Daher entfällt die Anamnese und Befunderhebung zu Gunsten der Formulierung der Problemstellungen, mit denen sich der Klient konfrontiert sieht und die ihn zum Besuch Ihrer Praxis veranlasst haben.

In der Regel verfügen Menschen, die diesen Beruf tiergestützt ausüben wollen, bereits über entsprechende Tiere. Sollte dies nicht der Fall sein oder sollten Sie mit einer Institution, wie beispielsweise einer Seniorenresidenz, die Anschaffung von stationär in der Einrichtung lebenden Tieren planen, wäre die Auswahl der entsprechenden Tiere ebenso wie die Sicherstellung einer adäquaten Unterbringung und Ausbildung derselben Ihr nächster Aufgabenbereich. Selbst wenn die Tiere nicht aktiv eingesetzt werden sollen, müssen sie an die neue Umgebung, die Menschen und die Herausforderungen um sie herum gewöhnt werden.

Betreiben Sie eine stationäre Einrichtung, müssen Sie für Begegnungsflächen, Sicherheitsmaßnahmen, Versicherungen, Hygienekonzepte, Genehmigungen, Tierschutz etc. Sorge tragen.

Arbeiten Sie mobil, bedarf es entsprechender Absprachen mit den Institutionen bezüglich der Räume, die Sie nutzen dürfen, über Hygienekonzepte, Allergiepräventionen und vieles mehr.

Ihre Hauptaufgabe ist aber natürlich das detaillierte Ausarbeiten der einzelnen Interventionen und die praktische Durchführung der Settings mit Ihren Tieren und den Klienten.

Zudem besteht für Sie im höchsten Maß eine Dokumentationspflicht, der Sie nachkommen müssen. Diese bezieht sich sowohl auf Ihre eigene Arbeit als auch auf die Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten oder Heilpraktikern des Klienten.

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Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Arbeitsumfeld

Wo? (mobil, stationär), angestellt / selbständig

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, entweder angestellt oder freiberuflich tätig zu sein. Die meisten Personal Coaches ebenso wie Heilpraktiker für Psychotherapie gründen eine eigene Praxis und sind entweder stationär oder mobil tätig. Dabei hängt die Art der Arbeit, der Arbeitgeber und der Aktionsradius stark davon ab, auf welchen Kundenstamm Sie sich spezialisieren und ob Sie eher die Arbeit mit einzelnen Klienten oder mit ganzen Unternehmen im Bereich des Wirtschaftsgeschehens sehen.

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Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Berufsalltag

Schlüsselkompetenzen

Sie müssen die Arbeit mit Menschen und Tieren gleichermaßen lieben. Die Arbeit mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder solchen, die sich in für sie problematischen Lebenssituationen befinden, ist gleichermaßen belastend und fordernd, bereichernd und erfüllend. Gleichzeitig bedeutet tiergestützt zu arbeiten: Tiere einzusetzen, um Menschen zu unterstützen. Das darf aber niemals zu Lasten des/der Tiere(s) gehen.

Sie werden durch die Arbeit mit den Tieren einen ganz anderen Zugang zu den Menschen finden, mit denen Sie arbeiten, und ihnen vielfach näherkommen, als Sie dies im Alltag oder bei der reinen Anwendung von Coaching-Techniken oder bestimmten Therapieverfahren normalerweise tun würden. Sie sollten daher die enge Interaktion mit Menschen schätzen. Ihre Klienten kommen zu Ihnen, weil sie Unterstützung und Hilfe suchen. Im Rahmen der Interventionen werden nicht selten Themen angesprochen, die sehr privat und unter Umständen auch erschütternd sind. Es ist wichtig, die Klienten annehmen zu können und sich dennoch ausreichend abzugrenzen, um die Themen der Klienten nicht zu den eigenen zu machen. Seien Sie sich bitte außerdem bewusst, dass Sie, selbst wenn Sie ein ausgebildeter Heilpraktiker sind, hier in einem "Graubereich" arbeiten. Seien Sie stets integer und behalten Sie die Themen, die während der Interventionen auftreten, zwischen sich und dem Klienten. Alles, was Sie mit den behandelnden Therapeuten und gegebenenfalls mit entsprechenden Einrichtungen oder den Angehörigen besprechen möchten, bedarf der Freigabe in Form einer Vollmacht durch den Klienten. Tiergestützt zu arbeiten bedeutet vor allem Kreativität und Flexibilität gepaart mit der Bereitschaft, die eigenen Vorstellungen und Projektionen zurückzunehmen und mit dem Tier gemeinsam zum Wohle des Klienten zu arbeiten.

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Welcher Abschluss in welcher Zeit?

Die Regelstudienzeit für den Lehrgang Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie, in den die Ausbildung zum Coach inkludiert ist, beträgt 28 Monate. Sollten Sie bereits parallel ein Tier trainieren wollen, müssen Sie entsprechend mehr Zeit einplanen. Der Abschluss bei der ATN wird für beide Lehrgänge durch Absolvierung einer schulinternen Prüfung erreicht. Die Prüfung beim Gesundheitsamt für den Heilpraktiker für Psychotherapie muss selbständig bei der zuständigen Behörde beantragt werden.


Heilpraktiker für tiergestützte Psychotherapie / Tiergestützter Psychologischer Coach Ausbildung - Berufe mit Tieren

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