Lerninhalte und Tätigkeitsfelder

Lerninhalte und Tätigkeitsfelder des Tiertrainers

Lerninhalte und Tätigkeitsfelder des Tiertrainers Lerninhalte und Tätigkeitsfelder des Tiertrainers

Was sind die Lerninhalte und Tätigkeitsfelder des Tiertrainers?

Der theoretische Teil des Lehrgangs beinhaltet sehr anspruchsvolle Lernunterlagen zur Psychophysiologie, Lernformen bei Tieren, Kommunikation, Stress, Emotionen und deren Ausdrucksverhalten und natürlich alle Lerntheorien inklusive aller Trainingswerkzeuge des Tiertrainers.

Diese theoretischen Grundlagen bereiten Sie auf das Training mit verschiedenen Tierarten vor. Wir haben Wissenschaftler und Tiertrainer, die sich auf die Arbeit mit speziellen Tierarten spezialisiert haben, für diesen Lehrgang verpflichtet, damit Sie Ihre Erfahrung aus erster Hand und nur von absoluten Spezialisten erhalten.

Die Vielfalt der Tiere, deren Training vorgestellt wird, ist absichtlich so groß gewählt, damit Sie Ihre Trainingstechniken durch die unterschiedlichen Tierarten verfeinern, generalisieren und später auch mit den Ihnen weniger bekannten Spezies trainieren können. Natürlich werden Sie in Ihrer Ausbildung aus praktischen Gründen nicht mit allen Tierarten, die möglich sind, selbst trainieren können. Ergänzend zu Ihrem praktischen Training stellen wir Ihnen zu den anderen Tierarten eine große Vielfalt von Trainingsvideos zur Verfügung, die wir für Sie vorbereitet haben. Hier finden sich unter anderem Mitschnitte von der Arbeit mit Meeressäugern, Vögeln, Reptilien, Meerschweinchen, Kaninchen, Ziegen, Hühnern, Lamas, Alpakas u. a.

Die eigentlichen Praktika finden in Zoos und Tiergärten unter anderem an Wildtieren oder in entsprechenden Trainingszentren statt.

Wir haben den Hund bei dieser Ausbildung absichtlich ausgeklammert. Hierzu finden Sie eine sehr anspruchsvolle Ausbildung, die auch rechtlich besonderen Anforderungen genügen muss, in unserem Lehrgang zum Hundetrainer. Eine Kombination der Hunde- und Tiertrainerausbildung ist unter bestimmten Umständen möglich. Bitte sprechen Sie uns an.

Nachdem Sie erfahren haben, wie man einzelne Tierarten trainiert und die Vielfalt an Besonderheiten in Bezug auf die jeweilige Tierart kennengelernt haben, erfahren Sie als nächstes, wie man Tiere für bestimmte Aufgaben und mit bestimmten Zielsetzungen trainiert. In unserem Lehrgang werden wir ausführlich auf das Training in folgenden Bereichen eingehen:

Wildtier-Training

Wildtier-Training Wildtier-Training

In ca. 1000 Zoos und Tierparks in Deutschland, Schweiz und Österreich leben weit über eine Million Tiere, die beschäftigt, kognitiv gefordert und für tiermedizinische Untersuchungen trainiert werden können.

Darüber hinaus können phylogenetisch bzw. evolutiv bedingte Bedürfnisse im Verhalten bei Zoo-Tieren durch Beschäftigungstraining gedeckt werden.

Verständlicherweise profitieren von den Kenntnissen eines Wildtiertrainers vor allem die Tierpfleger, da sie die entsprechenden Tierarten gut kennen und täglich mit den Tieren in Kontakt sind.

Dieser Themenkomplex ist auch für alle Mitarbeiter der Tierrettung und der Feuerwehr, die mit der Sicherung von Exoten und Wildtieren befasst oder in Auslandseinsätzen tätig sind, ebenso wie für Mitarbeiter tierärztlicher Praxen, die vermehrt mit Exoten und Wildtieren arbeiten, interessant.

Für Tierpfleger, die bereits wertvolle Vorerfahrungen im Bereich Zootierpflege bzw. Wildtiere mitbringen, bieten wir individuell angepasste Lösungen für diesen Lehrgang an, so dass Sie diesen in kürzerer Ausbildungszeit und speziell für Ihren Einsatzbereich absolvieren können. Bitte setzen Sie sich bei Interesse mit unserem Sekretariat in Verbindung.

Darüber hinaus werden in privaten Haushalten innerhalb des deutschsprachigen Raumes ca. 6 Millionen Kleinsäuger, 5 Millionen Ziervögel und alle erdenklichen Wildtiere als "Haustiere" gehalten. Die Probleme, die bei der Liebhaberhaltung dieser Tiere entstehen, sind absolut vergleichbar mit den aus professionellen Tierhaltungen bekannten.

Hier sind vor allem folgende Themen zu nennen:

  • Monotonie
  • fehlende soziale Aktionen
  • fehlendes Spiel
  • mangelnde kognitive Förderung

Diese negativen Haltungseffekte, die sich beinahe zwangsläufig aus einer „Haltung“ ergeben, die die Natur nicht nachahmen kann, können durch geschicktes und bedarfsorientiertes Training in Teilen ausgeglichen werden. Hier können vor allem die in diesem Bereich ausgebildeten Tiertrainer verhaltensökologische Aspekte des Trainings berücksichtigen und speziell das Verhalten, das sich aus der evolutiven Selektion der ökologischen Nische ergibt, durch individuelles Trainingsprogramm praktisch fördern und einsetzen. Darüber hinaus trägt ein solches Training ganz maßgeblich zur Verbesserung der Beziehung zwischen Mensch und Tier bei.

Tiertraining für Film und Werbung

Tiertraining für Film und Werbung Tiertraining für Film und Werbung

Die Aufgaben und Ergebnisse der Trainingsleistungen der Filmtiertrainer können Sie in bekannten Filmen, wie z. B. "Ein Schweinchen namens Babe", "101 Dalmatiner", "Hachiko", "Free Willy", "Amy und die Wildgänse", "Ostwind", "Lassie", "Flipper", "Ein Hund namens Beethoven", in einer Vielzahl von Werbungen sehen.

Heute können wir mit dem wissenschaftlich-theoretischen Gerüst und durch Einsatz von ausschließlich non-aversiven Trainingsmethoden spielerisch die kognitiven Leistungen der Tiere fördern und Lernprozesse stressfrei gestalten. Tiertrainer sind keine Filmemacher, sondern folgen den Vorgaben des Drehbuches, der Regie und haben einen gewissen Einfluss auf die geplanten Tierszenen. Für dieses Modul des Lehrgangs haben wir professionelle Filmtrainer engagiert, um Sie in diese Welt des Tiertrainings für den Film einzuweihen. Neben den trainerischen Fähigkeiten müssen Sie auch viel bürokratisches, ethisches und rechtliches Wissen erwerben, um gemäß dem Tierschutzgesetz und auch darüber hinaus rechtskonform in diesem Tätigkeitsfeld arbeiten zu können!

Tiertraining für wissenschaftliche Studien

Tiertraining für wissenschaftliche Studien Tiertraining für wissenschaftliche Studien

Wer Tiere trainieren kann, bekommt unter Umständen auch Angebote aus diesem Bereich. Die Arbeit im Rahmen wissenschaftlicher Projekte ist ohne Zweifel eine besondere Herausforderung und sehr umstritten. Es gibt derzeit eine Vielzahl vollständig non-inversiver Tierversuche, die in erster Linie das Verhalten ebenso wie die kognitiven Fähigkeiten und die Sinnesleistungen der Tiere untersuchen und absolut mit dem Tierschutzgesetz konform gehen. Wir sehen uns deshalb verpflichtet, Absolventen ebenfalls für diese Aufgaben vorzubereiten. Sie erfahren dazu alles von professionellen Trainern, die im Schwerpunkt in diesem Bereich tätig sind. Das Augenmerk der Ausbildung liegt hierbei vor allem auch auf den rechtlichen und ethischen Aspekten, um dem Tierwohl stets einen ganz besonderen Stellenwert einzuräumen.

Zu den Themen rund um Ethik und Tierschutz haben wir Tierärzte, Biologen, Philosophen und Juristen gebeten, uns ein sehr umfangreiches Lehrmaterial zusammenzustellen, das alle Aspekte der Tierhaltung und des Tiertrainings berücksichtigt.

Medical Training

Medical Training Medical Training

Haustiere, aber auch Exoten, Papageien etc., müssen im Laufe ihres Lebens immer wieder zum Tierarzt. Gerade nach schlechten Vorerfahrungen, bei Schmerzen, Angst und mangelnder Sozialisation oder Gewöhnung an die Situation sind viele der Patienten stark gestresst und oft wenig kooperativ. Gutes Training in diesem Bereich ermöglicht es, die Tiere adäquat auf die anstehenden Behandlungen und Untersuchungen vorzubereiten, sodass die Maßnahmen mit deutlich weniger Zwang und deutlich weniger belastend sowohl für das Tier als auch für den behandelnden Therapeuten durchgeführt werden können. In speziellem Tierarzttraining erlernen Sie darüber hinaus alle Maßnahmen und Trainingswege für den Fall, dass das eigentliche Medicaltraining zum Zeitpunkt der eigentlichen Behandlung noch nicht so weit fortgeschritten sein sollte.

Tiergestützte Arbeit

Tiergestützte Arbeit Tiergestützte Arbeit

Mittlerweile entdeckten auch die Zoos und Tierparks, dass ihre Einrichtungen hervorragend für die Wildnis-Pädagogik und Tiergestützte Arbeit geeignet sind. Tiere nur alleine vorzustellen, ist dabei die einfachste Lösung. Alternativ wird mit trainierten Tieren gearbeitet, die sich gezielt einsetzen lassen und im Rahmen der Interventionen und Settings Emotionen hervorrufen und Bilder kreieren, die von Therapeuten oder Sozialarbeitern entsprechend instrumentalisiert werden können. Ohne einen Tiertrainer wird sich dies alles nicht realisieren lassen!

Die Idee, tiergestützte Arbeit mit trainierten Tieren durchzuführen, ist in vielen Bereichen der tiergestützten Interventionen bereits bekannt und rechtlich vielfach auch leichter durchzusetzen. Doch es fehlt häufig das Know-How, um die Tiere in entsprechender Weise auszuwählen und zu trainieren. Wir bereiten Sie auf diese Aufgabe vor und zeigen Ihnen das Training mit den Tierarten, die in der TGA am häufigsten eingesetzt werden: Kaninchen, Meerschweinchen, Lamas, Alpakas, Esel, Hühner, Schafe und Ziegen. Mit diesen Tieren lernen Sie Ihre ersten Übungen, bevor Sie mit exotischen Wildtieren weitertrainieren. Auch hier haben wir den Hund gezielt aus den oben genannten rechtlichen und ausbildungstechnischen Gründen ausgeklammert.

Die Trainingsaufgaben, die von der TGA an den Tiertrainer gestellt werden, sind so vielfältig wie die Berufe der Tiergestützt-Arbeitenden.

Training für Assistenztiere

Training für Assistenztiere Training für Assistenztiere

Assistenzhunde sind inzwischen ein recht weitverbreitetes Phänomen. Der Einsatz anderer Tiere in diesem Bereich ist jedoch, zumindest im deutschsprachigen Raum, vergleichsweise unbekannt. In anderen Teilen der Welt werden jedoch seit vielen Jahren Ponys als Blindenführponys ausgebildet, ebenso wie Kaninchen (Riesenrassen) bestimmte Assistenzaufgaben aus dem Bereich der lebenspraktischen Fähigkeiten übernehmen. Verschiedene Rattenarten werden nicht nur aufgrund ihrer olfaktorischen Fähigkeiten im Kampfmittelräumdienst eingesetzt, sondern auch bei der Anzeige diverser Krankheiten (Tuberkulose) und inzwischen auch bei der Anzeige von Über- und Unterzuckerungszuständen von Diabetikern.

Diese Themenschwerpunkte richten sich vor allem an Trainer aus dem Assistenzhundebereich sowie an Fachkräfte, die über entsprechende medizinische Kenntnisse verfügen.

Tierverhaltensberater

Tierverhaltensberater Tierverhaltensberater

Unabhängig von der Spezialisierung auf die eine oder andere Tierart stehen viele Verhaltensberater vor dem Problem, für die an sie herangetragenen Problemstellungen jederzeit Lösungskonzepte erstellen zu können, beim praktischen Training des jeweiligen Tieres allerdings auf einen Kollegen angewiesen zu sein, dessen Schwerpunkt im Training und der aktiven Verhaltensänderung liegt. Um in Zukunft vollumfängliche Lösungskonzepte inklusive des praktischen Trainings anbieten zu können, bietet Ihnen diese Ausbildung die optimale Gelegenheit.

Der Schwerpunkt des Trainings liegt hier primär auf gesundheitsschädigendem Verhalten und sogenanntem "Problemverhalten", das vom Halter als störend empfunden wird und neben Managementmaßnahmen und Veränderung der Rahmenbedingungen des Tieres auch durch geschicktes Training modifiziert wird.

Beachten Sie bitte auch hier, dass die Arbeit mit Hunden hier aufgrund der Regelung nach § 11 des deutschen Tierschutzgesetzes nicht eingeschlossen ist.

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